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GEFÖRDERT VOM FORSCHUNGSINSTITUT FÜR GESELLSCHAFTLICHE WEITERENTWICKLUNG (FGW)

TraDiLog

Trans­for­ma­tion von Erwerbsarbeit durch Di­gi­ta­li­sie­rung in der Logistik 
Projektergebnisse finden Sie auf dieser Unterseite.

Laufzeit: 01.09.2016 - 31.08.2018

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Forschungskontext


Das Schlagwort Industrie 4.0 ist Gegenstand aktueller betriebswirtschaftlicher, soziologischer, psychologischer sowie technikwissenschaftlicher Forschungen. Im Kern wird darunter der Wandel von Wertschöpfungsketten durch zunehmende Di­gi­ta­li­sie­rung verstanden: Internet of Things, Cloud Computing, der Ein­satz autonomer Tech­nik und die damit verbundene Sammlung zahlreicher Daten (Big Data) verändern Wirtschafts‐ und Ar­beits­pro­zesse. Zunehmender Wettbewerbs‐ und Innovationsdruckdruck steigern die An­for­de­run­gen an eine engmaschige Kon­trol­le, Transparenz und ein perfektes Ineinandergreifen aller beteiligten Akteure in der Wertschöpfungskette.  
In diesem Kontext steht die Branche der Logistik be­son­ders im Blickpunkt: Ihre hohe physische Mo­bi­li­tät und Störanfälligkeit durch Umwelteinflüsse, die damit einhergehende zeitkritische Komponente, die zunehmend geforderte Flexibilität für Kunden und ein hohes Automatisierungspotenzial sind He­raus­for­de­run­gen, die durch Di­gi­ta­li­sie­rung neue und effizientere Lö­sun­gen versprechen. Das For­schungs­pro­jekt TraDiLog fokussiert die Aus­wir­kungen dieser zunehmenden Di­gi­ta­li­sie­rung auf Arbeitswelten in der Beschaffungs‐ und Distributionslogistik. Im Zen­trum stehen dabei Fragenstellungen an den Schnittstellen zwischen Mensch, Tech­nik und Organisation. 

Forschungsziele

Das For­schungs­pro­jekt identifiziert Treiber von Technisierung und Di­gi­ta­li­sie­rung mobiler Ar­beit in Speditions‐ und Logistikunternehmen. Im Rah­men dieser Transformationsprozesse gilt es, Mitarbeitern ein Arbeitsumfeld zu schaf­fen, das es ihnen er­mög­licht, ih­re Fähigkeiten zu entfalten, mo­ti­viert zu bleiben und letztlich produktiv zu arbeiten bzw. zu bleiben. Gleichzeitig müs­sen Organisationen bzw. ih­re Verantwortlichen ein solches Umfeld etablieren und steuernd ge­stal­ten. Ein Ziel des For­schungs­pro­jekts ist es zu zeigen, wie Un­ter­neh­men, Mit­ar­bei­ter und Verbände auf He­raus­for­de­run­gen der Industrie 4.0 re­agie­ren müs­sen.  

Im Detail stehen folgende Chancen und Risiken im Zen­trum der For­schung:

  • der potenzielle Autonomiegewinn bzw. ‐verlust bei Be­schäf­tig­ten durch den zunehmenden Ein­satz von Tech­nik, und damit einhergehende Auswirkung auf die Motivation der Mit­ar­bei­ter
  • die möglichen Be‐ und Entlastungen durch zunehmende Technisierung, zum Bei­spiel in Form von gesteigerter Arbeitsintensität, Arbeitskomplexität und Arbeitsflexibilität  
  • die gesundheitlichen Folgen und damit einher gehenden Kom­pe­ten­zen, die ausgebildet wer­den müs­sen, um die Pro­duk­ti­vi­tät bei Be­schäf­tig­ten er­hal­ten oder verbessern zu kön­nen  
  • die Mög­lich­keiten, mit denen Organisationen auf die He­raus­for­de­run­gen der Di­gi­ta­li­sie­rung mobil‐flexibler Ar­beit re­agie­ren kön­nen, um ih­re Wettbewerbsfähigkeit zu si­chern und zu steigern.

Die gewonnenen Erkennt­nisse sollen

  1. in die arbeitssoziologische Theoriediskussion eingebettet wer­den und
  2. Handlungsempfehlungen für die Praxis (Un­ter­neh­men, Verbände etc.) ermöglichen. Weiterhin soll
  3. ein Mehrebenen‐Modell ent­wickelt wer­den, das Koordinations‐ und Entscheidungsprozesse im Rah­men zunehmender Di­gi­ta­li­sie­rung mobiler Ar­beit be­schreibt.

Forschungsmethoden

Im Projekt verwenden wir einen Methodenmix aus qualitativer und quantitativer For­schung in Form von (Kurz‐)Interviews und (Online‐)Umfragen in Speditions‐ und Logistikunternehmen sowie er­gän­zend in re­le­van­ten Institutionen (Verbände, Gewerkschaften, Wirtschaftsförderungen etc.). Empirische Er­geb­nisse fließen unter an­de­rem in die Ent­wick­lung eines Mehrebenen‐Modells ein.

Projektergebnisse

Projektergebnisse finden Sie auf dieser Unterseite.

An­sprech­part­ner

Anfahrt & Lageplan

Der Cam­pus der Technischen Uni­ver­si­tät Dort­mund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dort­mund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dort­mund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Cam­pus Süd, die Abfahrt Dort­mund-Dorstfeld auf der A40 zum Cam­pus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Uni­ver­si­tät ausgeschildert.

Direkt auf dem Cam­pus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dort­mund Uni­ver­si­tät“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 20- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dort­mund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duis­burg. Außerdem ist die Uni­ver­si­tät mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, au­ßer­dem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dort­mund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dort­mund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Cam­pus Süd und Dort­mund Uni­ver­si­tät S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Cam­pus Nord und Cam­pus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zu­rück.

Vom Flughafen Dort­mund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dort­mun­der Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Uni­ver­si­tät. Ein größeres Angebot an inter­natio­nalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Ki­lo­me­ter entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Uni­ver­si­tät zu erreichen ist.

Die Ein­rich­tun­gen der Technischen Uni­ver­si­tät Dort­mund verteilen sich auf den größeren Cam­pus Nord und den kleineren Cam­pus Süd. Zudem befinden sich einige Bereiche der Hoch­schu­le im angrenzenden Technologiepark. Genauere In­for­ma­ti­onen kön­nen Sie den Lageplänen entnehmen.