Zum Inhalt
For­schungs­schwer­punkte

Digitale Trans­for­ma­tion ge­stal­ten

Auf Basis unserer For­schung verfolgen wir ein Gestaltungskonzept für die digitale Trans­for­ma­tion, das die Per­spek­tiven der regionalen Akteure verknüpft und gewinnbringend nutzt.

Das Innovations- und Digitalisierungspotenzial wird durch eine Verknüpfung der Akteurperspektiven ausgeschöpft:

  • Die Politik fördert den Wissenstransfer und regionale Innovations- und Unternehmens-Kulturen
  • Nutzenorientierte Mensch-Technik-Interaktion ist Voraussetzung für den Innovationserfolg von Un­ter­neh­men
  • Die Partizipation von Mitarbeitern und Bürgern fördert Transformationserfolg und Akzeptanz von Di­gi­ta­li­sie­rung
Das Bild zeigt ein Dreieck. In den Ecken stehen Außen jeweils Bürger, Politik und Unternehmen. In der Mitte steht Innovation und Digitalisierung durch Technik. © M. Hellmann, J. Schlü­ter​/​TU Dort­mund

For­schungs­schwer­punkte

Fra­ge­stel­lung

Welche Kon­se­quenzen ergeben sich durch Di­gi­ta­li­sie­rung? Was sind die daraus resultierenden Aus­wir­kungen und die An­for­der­ungen für und an den Mensch, die Technik und die Organisation?

Aus­wir­kungen der Di­gi­ta­li­sie­rung
  •   Höhere Komplexität der Arbeitsaufgaben
  •   Zunehmende Überwachung durch Technik
  •   Gesteigerter Kommunikations- und Interaktionsbedarf
  •   Zeitliche Flexibilisierung von Arbeit
Neue An­for­der­ungen an Mensch, Technik und Organisation
  •   Veränderte Kom­pe­tenz- und Qualifikationsanforderungen
  •   Förderung von Kreativität und Innovationskultur
  •   Partizipatives Transformationsmanagement
Projekte
Publikationen
Fra­ge­stel­lung

Zurzeit vollzieht das Stromnetz einen Pa­ra­dig­men­wech­sel: Es wandelt sich zunehmend von einem zentralistischen System, das durch wenige zentrale Großkraftwerke sowie die großflächige Verteilung des Stroms an die Endkunden geprägt war, hin zu einem dezentralen System mit einer zunehmenden Durchdringung mit volatilen, erneuerbaren Energiequellen. Aus dem Wandel der Energieversorgung und -produktion ergeben sich dabei neue Unsicherheiten und He­raus­for­de­rung­en, aber auch Chancen bei der Gestaltung eines solchen komplexen, soziotechnischen Systems.

Wie wandelt sich das Energiesystem? Wie kann die Ausgestaltung eines zukünftigen Energiesystems aussehen?
  • Zukünftige Szenarien des Energiesystems vor dem Hintergrund fortschreitender Di­gi­ta­li­sie­rung (Smart Grid) sowie zunehmender Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen
  • Informations- und Risikomanagement als Maß­nahmen zur Stabilisierung des Systems (Demand Response, Energieeffizienz)
Inwiefern ändern sich Rollenverständnisse in einem zukünftige Energiesystem?
  • Endkunden (z. B. Haushalte, Industrie und Gewerbe) als Ko­ope­ra­tions­part­ner beim Erhalt der Systemstabilität
  • Passive Konsumenten und aktive Prosumer als heterogene Systemteilnehmer
  • Wandel von energiebezogenen Praktiken, Werten und Wahrnehmunge
Projekte
Publikationen
Fra­ge­stel­lung

Der Ansatz der agentenbasierten Modellierung und Simulation (ABMS) bietet einen experimentellen, computerbasierten Zugang zur Un­ter­su­chung zukunftsbezogener Fragestellungen. Seine Be­son­der­heit liegt dabei in der Bottom-up-Konzeption eines soziotechnischen Systems: Demnach ergeben sich Komplexität und Dynamik des Systems durch das Verhalten und die Interaktionen einer Vielzahl heterogener, lernfähiger und regelbasierter Agenten (bei­spiels­weise Organisationen oder Personen).

Wie lässt sich der Wandel eines komplexen soziotechnischen Systems ex­pe­ri­men­tell un­ter­su­chen?
  • Analyse von Entwicklungs- bzw. Entwurfsalternativen (What-if-Szenarien), z. B. im Bereich Mo­bi­li­tät und Energie
  • Aus­wir­kungen von (politischen) Interventionen in ein soziotechnisches System, z. B. Anreize oder Verbote
  • Konzeption und Überprüfung eines künstlichen Systems und seiner sozialen Mechanismen
Projekte
Publikationen
Fra­ge­stel­lung

Die For­schung zur Mo­bi­li­tät der Zukunft konzentriert sich vor allem auf das Zusammenspiel von Mensch und Technik und die An­for­der­ungen an Technikgestaltung

  • Koordination von Mensch und Technik
  • Nutzergerechtes Design
  • Kompetenzentwicklung und Qualifi­zierung
Projekte
Publikationen
Fra­ge­stel­lung

Die Entwicklung von Big Data innerhalb der letzten Jahre ist nicht nur medial ein präsentes The­ma, sie trifft auch auf rege Aufmerksamkeit seitens der Wis­sen­schaft: Dabei sind einerseits die neuen Mög­lich­keiten der Datengenerierung und -auswertung impulsgebend für eine Reihe neuer Forschungsgegenstände. So können immer größere Mengen von Daten generiert und automatisiert ausgewertet wer­den, was ein erhebliches Potenzial bietet komplexe soziotechnische Systeme wie etwa das Verkehrswesen oder die Energieversorgung in Echtzeit zu steuern und so in ihrer Effizienz optimieren zu können.             
An­der­er­seits stehen aber auch Veränderungen der Gesell­schaft im Fokus, welche von Big Data initiiert wer­den: Die angesprochene Sammlung von Daten fördert die Entstehung neuer ge­sell­schaft­li­cher Praktiken und bedarf des Vertrauens von Nutzer*innen darein, dass diese Daten zweckgemäß ver­wen­det wer­den und zudem Regularien seitens der Gesetzgebung getroffen wer­den, welche dies absichern.         
Auch wirtschaftlich spielen Daten im Vergleich zu konventionellen Gütern eine zunehmend große Rolle, weswegen an mancher Stelle von einer "Dematerialsierung" (it-daily) die Rede ist. Houben und Prietl sprechen sogar von einer "Datengesellschaft".

Für die Tech­nik­so­zio­lo­gie ergeben sich aus diesen Ent­wick­lungen zahlreiche Fragestellungen
  • Welche Chancen und Risiken ergeben sich für die Gesell­schaft?
  • Wie lassen sich die neuen Methoden der Datengenerierung und -auswertung für eine datenbasierte Steuerung komplexer Systeme nutzen?
  • Welche Rolle spielt Vertrauen bei der Akzeptanz dieser Systeme?
  • Analyse von Nutzervertrauen in Technik und App-basierte Handlungsempfehlungen
  • Steuerung und Umsteuerung des Verkehrs- und des Energiesystems
Projekte
Publikationen
  • Weyer, Johannes, 2019: Die Echtzeitgesellschaft. Wie smarte Technik unser Leben steuert. Frankfurt/M.: Campus.
  • Kappler, Karolin;Jan-Felix Schrape;Lena Ulbricht;Johannes Weyer, 2018: Societal implications of Big Data. In: Künstliche In­tel­li­genz. Special Issue „Big data“ 32 (1): 55-60.
  • Weyer, Johannes;Delisle, Marc;Kappler, Karolin;Kiehl, Marcel;Merz, Christina;Schrape, Jan-Felix, 2018: Big Data in soziologischer Perspektive. In: Thomas Hoeren/Barbara Kolanyi-Raiser (Hg.), Big Data und Gesell­schaft. Eine multidisziplinäre Annäherung. Berlin: Springer, 69-149.
  • Cepera, Kay;Julius Konrad;Johannes Weyer, 2018: Trust in algorithms. An empirical study of users’ willingness to change behaviour. In: Günter Getzinger/Stefanie Egger (Hg.), Critical Issues in Science, Technology and Society Studies. Conference Proceedings of the 17th STS Conference Graz 2018. Graz: Verlag der Technischen Uni­ver­si­tät, 38-47.

Anfahrt & Lageplan

Der Campus der Technischen Uni­ver­si­tät Dort­mund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dort­mund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dort­mund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dort­mund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Uni­ver­si­tät ausgeschildert.

Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dort­mund Uni­ver­si­tät“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 20- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dort­mund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Uni­ver­si­tät mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dort­mund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dort­mund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dort­mund Uni­ver­si­tät S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dort­mund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dort­mun­der Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Uni­ver­si­tät. Ein größeres Angebot an inter­natio­nalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Ki­lo­me­ter entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Uni­ver­si­tät zu erreichen ist.

Die Ein­rich­tun­gen der Technischen Uni­ver­si­tät Dort­mund verteilen sich auf den größeren Campus Nord und den kleineren Campus Süd. Zudem befinden sich einige Bereiche der Hoch­schu­le im angrenzenden Technologiepark. Genauere In­for­ma­ti­onen können Sie den Lageplänen entnehmen.